Tiran Willemse ist ein interdisziplinärer, kollaborativer Künstler, der in den Bereichen Tanz, Theater, Video und Performance mit Trajal Harrell, Jerome Bel, Ligia Lewis, Wu-Tsang (moved by the motion), Deborah Hay, Eszter Salamon, Meg Stuart und Andros Zins-Browne zusammenarbeitet. Willemses Arbeit konzentriert sich auf die Auseinandersetzung mit Präsenz und Abwesenheit in der Inszenierung von Identität, er ist bestrebt, durch eine viszerale Erfahrung neue Sehnsüchte in der Vorstellungskraft zu wecken. Seine Arbeiten wurden im Palais de Tokyo Paris, im Musée cantonal des Beaux-Arts Lausanne, im Museum Macro Rom, bei Impulstanz Wien, beim Santarcangelo Festival in Italien, im Kunsthaus Baselland, im Tanzquartier Wien, im Swiss Institute New York und im Arsenic Lausanne präsentiert. Willemse gewann den Schweizer Performance-Preis 2023 und lebt und arbeitet in Zürich.
Davide-Christelle Sanvee (1993, Schweiz / Togo) ist eine Performancekünstlerin, deren Schwerpunkt auf Räumen und Inszenierungen liegt. Sie setzt sich mit der Unsichtbarkeit des Einzelnen im öffentlichen Raum auseinander und sucht nach architektonischen, verhaltensbezogenen und gestischen Elementen, um Szenografien zu schaffen, die ihre Zuschauer vollständig einnehmen. Um diese neuen Räume zu aktivieren, bedient sich Sanvee des historischen und kollektiven Gedächtnisses sowie performativer Aktionen, die sich an politischen und sozialen Realitäten orientieren. Nach einem Bachelor-Abschluss in Bildender Kunst an der HEAD in Genf (2016) erwarb sie ihren Master-Abschluss am Sandberg-Institut in Amsterdam (2019). Mit ihrer Performance «Le ich dans nicht» gewann sie den Swiss Performance Award 2019. Im Jahr 2022 schloss sie sich als Performerin Rébecca Chaillons Projekt «Carte Noire named desire» an. Im Jahr 2023 erhielt sie den Kiefer-Hablitzer-Kunstpreis im Rahmen der Swiss Arts Awards an der Art Basel. Im selben Jahr wurde ihr ein Stipendium der Leenaards-Stiftung gewährt. Im Jahr 2025 wurde ihr für ihr Lebenswerk der Swiss Performing Arts Award verliehen.
Élie Autin ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die in verschiedenen künstlerischen Bereichen tätig ist: Choreografie, Performance und bildende Kunst. Ihr erstes Solostück, «Présage», feierte im Herbst 2022 im Arsenic Premiere. Darin stehen ihre fliessenden Identitäten in direktem Wechselspiel mit den Blicken des Publikums. Als Performerin und Tänzerin arbeitet Élie mit einer Reihe von Künstler*innen zusammen, darunter Tamara Alegre, caner teker, Tiran Willemse, Volmir Cordeiro, Marvin Mtoumo, das Kollektiv Ouinch Ouinch, Natasza Gerlach und weitere Künstler*innen. 2023 erhielt sie den «Prix de la relève» von der Fondation vaudoise pour la culture. 2026 gewann sie im Rahmen der Swiss Art Awards den Kiefer-Hablitzel-Göhner-Kunstpreis. Als Model und Fotomodell tritt sie regelmässig auf und posiert für verschiedene Künstler*innen und Marken, darunter Dior für DAZED. Parallel dazu entwickelt die Künstlerin auch ihr bildendes Schaffen weiter, mit Ausstellungen im Circuit (Lausanne), bei Amore (Basel), im Hamlet (Zürich) und bei La Rada (Locarno), im WallStreet (Freiburg), im MCBA (Lausanne), bei Like Little Disaster (Polignano a Mare), in La Becque (La Tour-de-Peilz) sowie an weiteren Orten.
Ophelia Young (sie/ihr) arbeitet als Tänzerin und Choreografin im Bereich der darstellenden Künste. Sie studierte an der Folkwang Universität der Künste in Deutschland und war an Institutionen wie dem Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und dem Ballett Basel tätig. Seit vielen Jahren arbeitet sie zudem freiberuflich an projektbezogenen Kooperationen in den Bereichen Tanz, Choreografie, Tanzschulen, darstellende und bildende Kunst sowie Film. Sie unterrichtet, tritt auf und kreiert im Rahmen verschiedener Kooperationen in der Schweiz und im Ausland. Ophelia lebt in Basel. Sie wurde in New York City (USA) geboren und wuchs in Oberösterreich auf.
Elizabeth Mulenga ist eine in London ansässige Choreografin und Tänzerin und ehemalige Teilnehmerin des Sadler’s Wells Young Associate-Programms. Sie schafft provokative, autobiografische Werke, in denen sie Themen wie Trauer, dysfunktionale Intimität und Hauntologie untersucht. Beeinflusst durch ihre christlich-pfingstliche Erziehung, umfasst ihre künstlerische Praxis Übernatürliches, Rituale und das Gefühl ständiger Überwachung. Ihr jüngstes Werk, «Christ Alone», feierte 2024 im Sadler’s Wells Theatre Premiere und wurde 2025 am Royal Opera House wiederaufgeführt. Im Jahr 2022 gewann sie den Choreographic Innovation Award beim BBC Young Dancer Grand Final. Sie hat Solos an Veranstaltungsorten wie dem Roundhouse, dem Place Theatre und dem Cafe Oto aufgeführt. Elisabeth ist in den Bereichen zeitgenössischer Tanz, kommerzielle Kunst und Performancekunst tätig. Zu ihren Performances für andere Künstler und Ensembles zählen: Holly Blakey, Miles Greenberg, das Marina Abramović Institute, Alison Goldfrapp, Clod Ensemble, Miley Cyrus x Lost City Immersive, Pepa Ubera, Magnus Westwell, Tiran Willemse, Ryan Heffington, Wolf Alice, Robyn, Yann Tiersen, Sampha, Harry Price, Later with Jools Holland, Boston Gallacher, Dickson MBI, Lewis Walker, Ivan Michael Blackstock und Russell Maliphant.